Exchange Server 2016 und DPM 2012 R2 – Backup & Restore

Bereits im Oktober 2015 ist Microsoft Exchange Server 2016 erschienen.
Bis heute (Stand 27.01.2016) hat es Microsoft nicht geschafft mittels Ihrer eigenen Backuplösung Data Protection Manager 2012 R2 den Exchange Server 2016 offiziell zu unterstützen.

(Blog-Update 16.06.2016: Mit dem DPM 2012 R2 Update Rollup 9 wird nun auch Exchange 2016 offiziell von Microsoft supported)

Also habe ich es in unserem Testlab (VMware VMs) selbst mal überprüft, ob der DPM 2012 R2 in der Lage ist Exchange Server 2016 Postfachdatenbanken zu sichern und wiederherzustellen.

Der erste Test scheiterte! Grund hierfür war, das ich die Datendisk des Exchange 2016 als REFS Partition angelegt hatte, so wie Microsoft selbst es auch empfiehlt.
Tatsächlich unterstützt der DPM 2012 R2 aber keine REFS Disks.
Also eine neue vDisk mit NTFS-Formatierung eingehängt und die Postfachdatenbank auf diese verschoben. Die REFS Disk wurde nun gelöscht.

Voraussetzungen für den Test:

  • DPM 2012 R2
  • Keine REFS Disks im Exchange
  • Installation des RU8 für den DPM 2012 R2
  • Installation von „Visual C++ Redistributable for Visual Studio 2012“ mit allen Updates
  • Agenten auf Exchange Servern aktualisieren
  • Die Dateien „ese.dll“ und „eseutil.exe“ aus dem Bin-Verzeichnis vom Exchange Server 2016 in das Bin-Verzeichnis des DPM kopieren (für Datenintegritätsüberprüfung des DPM)

Exchange Server 2016 – Backup:

Als Erstes wird eine Schutzgruppe für die Postfachdatenbank des Exchange 2016 angelegt.
Der DPM hat die Exchange 2016 Postfachdatenbank erkannt. Allerdings wird Sie als Exchange 2013-Datenbank angezeigt.

Windows Server 2016 - Schutzgruppe

Nach dem Anlegen ein wenig warten, bis der DPM die Datenbank synchronisiert hat und der Schutzstatus OK ist.
Nun lassen wir den DPM eine Nacht laufen.

Exchange Server 2016 - Backup

72 Wiederherstellungspunkte weiter (am nächsten Tag) lösche ich dem Exchange seine Postfachdatenbank.

Exchange Server 2016 – Wiederherstellung:

Über das Exchange Admin Center setze ich auf der gelöschten Datenbank die Eigenschaft „Diese Datenbank kann bei einer Wiederherstellung überschrieben werden“, damit ich den Restore der kompletten Postfachdatenbank durchführen kann.

Windows Server 2016 - Backup

Die Wiederherstellung wurde abgeschlossen und die Postfachdatenbank automatisch gemounted.
Die Postfächer dieser Datenbank sind nun wieder verfügbar.

Exchange Server 2016 - Erfolgreich

Backup und Restore eines Exchange 2016 mittels DPM 2012 R2 hat also geklappt.

WICHTIG!
Wie oben bereits erwähnt, unterstützt der DPM 2012 R2 derzeit offiziell den Exchange 2016 nicht! Wir warnen also ausdrücklich davor, den DPM gegenwärtig in Produktiv-Umgebungen zum Schutz von Exchange 2016 einzusetzen.
Mit dem DPM 2012 R2 Update Rollup 9 wird nun auch Exchange 2016 offiziell von Microsoft supported. Die Beschränkung „keine REFS Disks“ bleibt allerdings.

Windows Server 2012 und Windows 8 auf ESXi 4.0

Offiziell werden der Windows Server 2012 und 2012 R2 sowie die Desktop Betriebssysteme Windows 8 und Windows 8.1 von VMware unter ESXi 4.0 sowie ESXi 4.1 nicht unterstützt. Es wird auf ein Update auf ESX 5.1 bzw. ESXi 5.5 verwiesen.

Versucht man trotzdem eines der genannten Betriebssysteme auf einem ESXi 4.0 oder 4.1 zu installieren, so bekommt man die folgende Fehlermeldung als Quittung:

Windows Server 2012 Fehlermeldung

Trotzdem kann es für den ein oder anderen wichtig sein (aus welchen Gründen auch immer) Windows Server 2012 oder Windows 8 auf einem ESXi 4.0 oder 4.1 lauffähig zu machen.

Vorgehen der Windows Server 2012 Installation:

  • VM ganz normal über den vSphere- oder Web-Client anlegen
  • Bei „Gastbetriebssystem“ wird „Microsoft Windows Server 2008 R2 (64-bit)“ eingetragen.
  • Sobald die VM fertig angelegt ist kann man dieses Bios-File bei VMware herunterladen und in den Ordner der VM kopieren. Entweder per SSH oder Datenspeicherbrowser
  • Jetzt wird die .vmx-Datei der VM um die folgenden Zeilen ergänzt:

     
    bios440.filename = „bios.440.rom“
    mce.enable = TRUE
    cpuid.hypervisor.v0 = FALSE
    vmGenCounter.enable = FALSE
     

  • Nun einfach mit der Betriebssysteminstallation fortfahren

Da die 4.0 oder 4.1 VMware-Tools keine Grafikkartentreiber für Windows Server 2012 und Windows 8 bereitstellen, ist das Arbeiten mit der Konsole recht hakelig.
Wer also oft mit der vSphere Konsole arbeitet kann sich hier noch die originalen VMware Tools der Version 5.1 herunterladen und diese in der VM installieren. (Allerdings nur die SVGA-Treiber)
 

WICHTIG!
Das oben beschriebene Vorgehen geschieht auf eigene Gefahr und wird offiziell nicht von VMware supported.

SharePoint Hosting Vergleich

Die Auswahl Ihres SharePoint Hosting Partners will gut überlegt sein. Doch worauf sollte man achten? Der Preis ist natürlich ein wichtiger Aspekt – aber nicht der einzige.

  • Serverstandort und Firmensitz: Deutschland Deutsche SharePoint Hoster unterliegen auch dem deutschen Datenschutzrecht. Sie sollten zumindest die Möglichkeit haben, sich das Rechenzentrum vor Ort anzuschauen. Der Hoster sollte Ihnen auf Anfrage auch einen ADV-Vertrag zur Verfügung stellen können. Ob und wann Sie einen ADV-Vertrag benötigen sollten Sie mit Ihrem Datenschutzberater abklären.
  • Rechenzentrum mit Zertifizierung: Das Rechenzentrum sollte die Bezeichnung auch verdienen. Ein ungesicherter Serverraum im Keller einer Firma stellt ein unkalkulierbares Risiko für Ihre Daten dar. Das Rechenzentrum sollte über Einbruchmeldeanlagen, Zugangskontrollen, Brandfrüherkennung, USV / Notstrom, etc. verfügen. Ein guter Indikator für ein solides Rechenzentrum sind TÜV- oder ISO (27001) Zertifikate.
  • Verfügbarkeit und Datensicherheit: Datenverlust ist leider an der Tagesordnung. Lassen Sie sich nicht von Verfügbarkeitszahlen und SLAs blenden. Hinterfragen Sie, wie der SharePoint Hoster eine hohe Verfügbarkeit sicher stellt und das Risiko eines Datenverlustes minimiert. Auch wenn Sie sich selbst wenig mit der Technik auskennen werden Sie schnell merken, ob Ihr Gegenüber sich über die Thematik schon mal Gedanken gemacht hat oder nicht: Man kann die Daten auf einer billigen und langsamen SATA Festplatte speichern oder aber in einem Storage-Cluster mit schnellen, für den Dauereinsatz zertifizierten Server SAS Festplatten. Hohe Verfügbarkeiten erreicht man z.B. durch den Einsatz virtueller Maschinen in einem VMware oder Microsoft Hyper-V HA-Cluster. Solides SharePoint Hosting setzt eine solide technische Infrastruktur voraus.
  • Backupstrategie: Selbstverständlich sollte der SharePoint Hoster Backups der SharePoint Daten anfertigen und auch in der Lage sein, den SharePoint Server schnellstmöglich wiederherzustellen. Da die SharePoint Daten in einer Microsoft SQL Server Datenbank liegen, bietet sich der Einsatz des Microsoft Data Protection Managers an. Diese Software ist für die Sicherung von SharePoint, SQL und Exchange optimiert.
  • Speicherplatz: Analysieren Sie, wie viel Speicherplatz Sie überhaupt wirklich benötigen. Besser, Sie bekommen bei Ihrem SharePoint Hoster einige wenige GB auf einem hochwertigen Speichersystem (Storage Cluster), als das Sie viel Speicher bekommen, den Sie aber gar nicht brauchen – dafür aber ein höheres Ausfallrisiko haben. Der SharePoint Hoster sollte Ihnen die Möglichkeit bieten, den Speicherplatz nachträglich zu erweitern.
  • Erfahrung: Hinterfragen Sie, wie lange es den SharePoint Hoster schon gibt und wie viel Erfahrung er mit dem Bereich SharePoint Hosting schon hat. Der Hostingmarkt ist hart umkämpft. Hoster kommen und gehen. Der SharePoint Hoster sollte idealerweise über einige Jahre Erfahrung verfügen und schon länger am Markt etabliert sein.
  • Größe der Firma: Der SharePoint Hoster sollte groß genug sein, um eine solide Infrastruktur (z.B. Clustersysteme) betreiben zu können. Er sollte aber auch klein genug sein, um in seinen Kunden auch wirklich noch Kunden zu sehen und nicht nur austauschbare Nummern

SharePoint Hosting in Deutschland bei ProWebMa:

ProWebMa gibt es bereits seit 2002. SharePoint Hosting gehört seit 2005 zu unserem Portfolio. Unsere Infrastruktur steht in einem TÜV-IT zertifizierten Rechenzentrum (1.200 m², 7 Brandabschnitte, Brandfrüherkennung und FM200 Löschmittelanlage, Redundante Klimaanlagen, Zugangskontrollen, Einbruchmeldeanlage, USV / Notstrom) in Herford (Deutschland). Durch den Einsatz von VMware HA-Clustern und einem DataCore Storage Cluster auf Basis von HP G8 Servern erreichen wir ein sehr hohes Maß an Verfügbarkeit und Datensicherheit. Unsere Systeme werden durch eine ICSA zertifizierte VPN Firewall (Markengerät) geschützt. Für Backups stellen wir einen zentralen, dedizierten Backupserver bereit. Für die Sicherung von SharePoint, Exchange und MSSQL setzen wir auf den Microsoft Dataprotection Manager (24/7 Continious Data Protection).